Kirchen und Klöster in der Lüneburger Heide
Stadtkirche St. Marien Celle

Signet

Stadtkirche St. Marien Celle

Gottesdienste und Veranstaltungen:

Gottesdienst sonntags um 10.00 Uhr

Mittagspause zur Marktzeit mit Orgelmusik von Juni bis September mittwochs und samstags um 12.00 Uhr

Turmblasen täglich um 9.30 Uhr (sonntags 9.45 Uhr) und 17.30 Uhr

Öffnungszeiten:

Dienstag-Sonnabend:
Jan.-Mrz. : 10-17.00 Uhr
Apr.-Dez. : 10-18.00 Uhr

Turmbesteigung von April bis Oktober dienstags-samstags von 10.05-11.30 Uhr
und 12.15-16.30 Uhr.
Während kirchlicher Veranstaltungen ist der Kirchturm geschlossen.

Gruftführungen mittwochs und donnerstags um 16.00 und 16.30 Uhr.

Auskünfte:

 

Küster
Ralf Pfeiffer
Tel. 0 51 41 / 55 03 45
Mobil 01 63 / 6 47 71 09
E-Mail: kuester.pfeiffer@stadtkirche-celle.de

 
www.stadtkirche-celle.de
info@stadtkirche-celle.de

Beschreibung von St. Marien

Im Jahre 1308 wurde die ursprünglich rein gotische, querschifflose Kirche als Marienkirche geweiht. Es entstand eine aus Backsteinen erbaute dreischiffige Hallenkirche.

Im Jahre 1388 wurde Celle welfische Residenz und blieb es bis zum Erlöschen der Celler Linie 1705. Das prägte die Baugeschichte der Celler Stadtkirche nachhaltig, besonders in der Gestaltung des Innenraumes. Die prächtige Ausstattung der Kirche zeugt vom Gestaltungswillen der Celler Herzöge.

Besonders der letzte Celler Herzog, Georg Wilhelm, ließ durch den italienischen Barockkünstler Giovanni Battista Tornielli Schloss und Stadtkirche mit kostbaren Stuckarbeiten des italienischen Hochbarock ausgestalten. Dadurch wird dieser protestantischen Kirche eine ungewöhnliche Pracht und Festlichkeit verliehen.

Der die Stadt Celle überragende 74 Meter hohe Kirchturm wurde erst 1913 errichtet. Von ihm aus werden von einem Turmbläser regelmäßig Choräle in alle vier Himmelsrichtungen geblasen.

Ausstattung:

Die im Chorraum aufgestellten Epitaphe geben eindrucksvoll den Wandel der Einstellung zu Frömmigkeit, Leben und Tod wieder. Unter dem Chorraum befindet sich die Fürstengruft, eine Grablege welfischer Fürsten.

Die Emporen (17. Jh.) zeigen auf etwa 100 Gemälden Geschichten und Gestalten aus dem Alten und Neuen Testament. Die Kreuzigungsgruppe unter dem Triumphbogen entstand um 1500. Der Taufstein mit Alabasterreliefs biblischer Szenen ist ein Meisterwerk der Spätrenaissance (1611). Der Altaraufsatz (1613) zeigt Einflüsse der Renaissance und des Barock. Von 1684 stammt die barocke Kanzel. 1653 Bau einer barocken Orgel durch Hermann Kröger und Berendt Hus, dem späteren Lehrmeister von Arp Schnitger. Das Gehäuse mit den wundervollen Prospektpfeifen ist bis heute erhalten und wurde fachgerecht restauriert. Die Orgel wurde von 1997 bis 1999 von Rowan West weitgehend nach den Originalplänen des 17. Jahrhunderts rekonstruiert und gilt nun wieder als eines der bedeutendsten Instrumente Norddeutschlands.