Kirchen und Klöster in der Lüneburger Heide
St. Maria und Caecilia Verden, Dom

Signet

St. Maria und Caecilia Verden, Dom

Gottesdienste und Veranstaltungen:

Gottesdienst sonntags um 10.00 Uhr

Wöchentliche Orgelkonzerte von Mai bis September

Konzerte

Öffnungszeiten:

Täglich von 9.00 - 17.00 Uhr.

Keine Besichtigungen während der Gottesdienste.

Eingang von der Nordseite (Lugenstein) durch den Kreuzgang.

Auskünfte:

Domküsterei
Lugenstein 10 - 12
27283 Verden/Aller
Tel.: 04231-2495

Dombüro
Lugenstein 10-12
27283 Verden/Aller
Tel: 04231-939074

E-Mail: kg.dom.verden@evlka.de

Homepage zur Kirchenpädagogik am Dom: mehr-als-steine.de


Beschreibung des Verdener Doms

782 gipfeln die Unterwerfungsaktionen Karls des Großen im Bereich der sächsischen Stammlande in der berüchtigten Hinrichtung von einigen tausend Sachsen bei Verden, wie die Sage erzählt. In den Jahren nach 785 werden von Karl aus den mainfränkischen Klöstern Amorbach und Neustadt Mönche in das nordöstliche Sachsen gebracht, so auch zur altgermanischen Kult- und Gerichtsstätte bei dem Lugenstein, einem Findlingsblock, der sich auf dem steilen Geestvorsprung über dem Flusstal der Aller erhob.

Der heidnische Versammlungsort an den Furten durch Aller und Weser wurde schnell in einen Bischofssitz umgewandelt. Der heutige Bau hat vier Vorgängerbauten:

- Um 850 eine hölzerne Kirche.

- Um 950 baut Bischof Amelung eine zweite und größere Holzkirche. Die Patroninnen sind nun Maria, die Mutter Gottes, und Caecilia, römische Märtyrerin und seit dem Spätmittelalter Schutzheilige der Musik.

Beide Holzkirchen fielen dem Feuer zum Opfer.

- 1028 wird eine steinerne Basilika im Ottonischen Stil geweiht, die um 1150 den heutigen romanischen Turm erhält. Die ungewöhnliche Sturmspitze ist ein Notbehelf, da 1737 ein Orkan die alte Spitze zerstörte.

- Zwischen 1181 und 1268 (Brand) lässt sich ein viertes Gotteshaus nachweisen.

Der Bau des heutigen, gotischen Domes wird um 1290 begonnen, zum Teil aus Überresten des alten Domes und 1323 zunächst zu Ende geführt. Erst nach 150jähriger Pause wurde in den Jahren 1473 bis 1490 der Bau schließlich fertig gestellt.

Der Dom ist von den Zeiten Karls des Großen bis zum Westfälischen Frieden (1648) Bischofskirche geblieben.

Ausstattung:

Romanischer Taufstein (1250). Dreisitziger Levitenstuhl (1360). Sarkophage welfischer Bischöfe (1558/1566 und 1623). Altar, Kanzel und Lettner (1830). 4 Glocken (1510, 1510, 1714 und 1721). Spätromantische Orgel von 1916 (Furtwängler & Hammer, III/51) und neue Orgel von 1968 (Hillebrand, III/43).