Kirchen und Klöster in der Lüneburger Heide
St. Johannes der Täufer Walsrode, Kloster

St. Johannes der Täufer Walsrode, Kloster

Veranstaltungen:

Offenes Johannissingen mit Andacht am 24. Juni um 17.00 Uhr

Öffnungszeiten:

Von April bis September täglich Führungen um 15.00, 16.00 und 17.00 Uhr, im Oktober täglich um 15.00 und 16.00 Uhr. Gruppenführungen nach telefonischer Anmeldung außerhalb der angegebenen Zeiten.

Auskünfte:

Kloster Walsrode
Kirchplatz 2
29664 Walsrode

Tel.: 05161-485838-0
Fax: 05161-485838-9

E-Mail: info@kloster-walsrode.de
www.kloster-walsrode.de


Beschreibung des Klosters St. Johannes der Täufer

Graf Wale und seine Frau Odelint stifteten vor dem Jahre 986 (erste Erwähnung in einer Urkunde König Ottos III.) das Kloster, welches das mit Abstand älteste Frauenkloster im ehemaligen Fürstentum Lüneburg ist. Schutzpatron ist Johannes der Täufer.

1482 brannten große Teile des Klosters durch Blitzschlag ab. 1626, im Dreißigjährigen Krieg, plünderten Soldaten Tillys. 1812 - 1815 erfolgten Aufhebung des Konventes und Besetzung des Klosters für drei Jahre durch Napoleon.

Diese wechselvolle Geschichte sorgte dafür, dass viele Kunstschätze und die alte Bausubstanz zerstört wurden, so dass heute überwiegend Bauten aus dem 18. Jahrhundert zu sehen sind, z. B. das bekannte Lange Haus von 1720. Der beachtenswerte Remter ist eine Stiftung des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II. und seiner Gemahlin.

Die Einführung des lutherischen Bekenntnisses im 16. Jahrhundert dauerte wie in allen sechs Lüneburger Klöstern mehrere Jahrzehnte.

Ausstattung:

Stifterstatue des Grafen Wale (13. Jh.). Mittelalterliche Glasfenster (15. Jh.), Darstellung des Abendmahls (Holzschnitzarbeit um 1520), Christusfigur (Bambino, 15. Jh.), Reliquienschrank mit Paradiesgärtlein (15. Jh.), Barocker Altaraufsatz (1744) und Äbtissinnenstuhl (1778), Wappen und Portraits von Äbtissinnen (18. - 20. Jh.).