Kirchen und Klöster in der Lüneburger Heide
St. Georg-Christophorus-Jodokus Stellichte

St. Georg-Christophorus-Jodokus Stellichte

Gottesdienste und Veranstaltungen:

Alle zwei Wochen Gottesdienst sonntags um 10.00 Uhr

Orgelkonzerte

Öffnungszeiten:

Im Sommerhalbjahr Sonntags von 14.00 – 16.00 Uhr. Am letzten Sonntag im Monat Orgelführung um 14.30 Uhr.

Kirchenführungen sind nach Anmeldung möglich. Informationen im Lebensmittelgeschäft neben der Kirche bei Küsterin Iris Borchert (Tel.: 05168/309)

Auskünfte:

Ev.-luth. Pfarramt IV in Walsrode
Hangweg 9
29664 Walsrode
Tel.: 05161-3688

Beschreibung der St. Georg-Christophorus-Jodokus-Kirche

Die Kirche ist wie schon ihr Vorgängerbau nach drei Heiligen benannt: nach Georg dem Drachentöter und Überwinder des Bösen, nach Christophorus dem Christus

träger und nach Jodokus dem Schutzpatron der Pilger.

Bei dieser Kirche handelt es sich um die ehemalige von Behrsche Gutskapelle, die Dietrich von Behr, Geheimer Rat des Lüneburger Herzogs und Großvogts von Celle, 1608 bis 1610 als Grablege für seine 1607 verstorbene Frau bauen ließ.

Die in Backstein aufgeführte Saalkirche wurde 1901 renoviert. Sie gilt in der niedersächsischen Kunstgeschichte als die wohl kostbarste und allein in alter Pracht erhaltene Renaissance-Kirche aus privatem Adelsbesitz. Um sie vor dem Verfall zu schützen, ist die Kirche 1975 der Landeskirche übergeben worden. Die hat viel Geld in verschiedene Restaurationen gesteckt, um diese einmalige Kirche zu erhalten.

Ausstattung:

Die von Beginn an evangelische Kirche hat eine einmalige hölzerne Kassettendecke, einen erhöhten Altarraum über einer Gruft, in Brauntönen, Gold und dem von Behrschen Blau bemalte hölzerne Chorschranken, Kanzel, Priechen und achteckigen Taufständer mit Deckel, alles reich verziert, (um 1610), einen frühbarocken Altar mit Gemälden : Abendmahl, Kreuzigung, Geburt und Taufe Jesu, Jüngstes Gericht.. verschiedene Epitaphe und Gemälde (u. a. Auferstehung der Toten, Auferstehung Christi), zahlreiche Symbole und deutsche wie lateinische biblische Zitate

Die wohl ursprünglich um 1590 von Marten de Mare für ein ostfriesisches Kloster erbaute Renaissanceorgel, eine der im Ursprung ältesten Orgeln der Region, fand mit dem Datum 1610 Eingang in die Gutskapelle derer von Behr. 1985/86 wurde das Werk von Jürgen Ahrend technisch und klanglich mustergültig als Renaissanceorgel rekonstruiert.