Kloster Wienhausen
Veranstaltungen:
Am Freitag nach Pfingsten werden die Gotischen Bildteppiche für 10 Tage persönlich geführt. In dieser Zeit finden samstags Konzerte im Nonnenchor statt (Lieder aus dem Wienhäuser Liederbuch um 1460).
Im Anschluss sind die Teppiche zu besichtigen, auch mit Erläuterungen durch ein Audiophon in deutscher, englischer, französischer und spanischer Sprache.
Öffnungszeiten:
Klosterführungen vom 1. April bis 15. Oktober werktags um 10.00 und 11.00 Uhr, von 14.00 - 17.00 Uhr stündlich, im Oktober bis 16.00 Uhr, sonntags und an kirchlichen Feiertagen von 12.00 - 17.00 Uhr stündlich. Gruppenanmeldungen sind erforderlich.
Auskünfte:
Gemeindekirche St. Marien in Wienhausen
Beachten Sie bitte auch den Hinweis auf die Gemeindekirche am Kloster Wienhausen.Beschreibung des Klosters Wienhausen
Das anfänglich in Nienhagen gelegene Zisterzienserinnen-Kloster wurde 1231 wegen der dortigen Mückenplage nach Wienhausen an die Aller verlegt. Stifterin ist die Herzogin Agnes, Markgräfin von Meißen.
Das Nonnenkloster galt lange Zeit als das vom Welfenhaus bevorzugte Kloster. Es war von Anfang an reich mit Einkünften und Gütern ausgestattet. Dadurch ist es auch das größte und kunstgeschichtlich bedeutsamste Kloster unter den 6 Lüneburger Klöstern.
Seit der Einführung der Reformation wird es als ev.-luth. Kloster und Damenstift bis in die heutige Zeit weitergeführt. Der Konvent wird von einer Äbtissin geleitet. Man bemüht sich gemeinsam um eine zeitgemäße evangelische Form geistlichen Lebens.
Ausstattung:
Die Kunstschätze des Klosters können hier nur andeutungsweise genannt werden: Berühmt sind die Wienhäuser Bilderteppiche (13. - 15. Jh.). Sie stellen biblische und weltliche Themen dar, z.B. die Sage von Tristan und Isolde.
Im Dormitorium (Schlafbereich) befinden sich gotische Truhen, in denen die Nonnen ihre Aussteuer aufbewahrten. In der
Ausgestaltung der Klosterzellen lässt sich der Wandel der Einstellungen (besonders nach der Reformation) gut erkennen.