Kirchen und Klöster in der Lüneburger Heide
Große Kreuzkirche Hermannsburg

Signet

Große Kreuzkirche Hermannsburg

Gottesdienste und Veranstaltungen:

Gottesdienste sonntags um 9.30 Uhr

Am 1. und 3. Sonntag im Monat mit Feier des heiligen Abendmahls, dann geht ein Beichtgottesdienst voraus, Beginn um 8.45 Uhr.

Öffnungszeiten:

Von Mai bis Oktober täglich außer montags von 10.00 – 17.00 Uhr geöffnet. Kirchenführungen und Turmbesteigungen werden auf Wunsch durchgeführt, eine Terminabsprache ist erforderlich.

Auskünfte:

Kirchenbüro
Georgstraße 4
29320 Hermannsburg

Tel.: 05052-3933
Fax: 05052-1277

Ev.-luth. Pfarramt
Junkernstraße 23
29320 Hermannsburg
Tel.: 05052-3315
Fax: 05052-1596
E-Mail: kirchenbuero@grosskreuzkirche.de
www.grossekreuzkirche.de

Große Kreuzkirche – ein Gotteshaus der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK)

Das Turmkreuz auf dem fünfzig Meter hohen Turm ist erster Hinweis auf die zentrale Botschaft, die in dieser Kirche verkündigt wird und auf die sie mit der künstlerischen Gestaltung ihres Innenraumes hinweisen will. Der Spruch „Ohne Kreuz keine Krone“ über dem Hauptportal der Kirche will sagen, dass es nur eine Brücke gibt, die über den Graben des Todes hinweg zu Gott führt, nämlich das Kreuz Jesu Christi.

Diese Botschaft eint die Hermannsburger Christinnen und Christen mit ihren Schwestern und Brüdern in aller Welt. In der 1979 neu gestalteten Turmhalle kommt diese Verbunden

heit signifikant zum Ausdruck: rechts der kreuztragende Christus, eine Holzplastik des südafrikanischen Künstlers Michael Zondi, links ein stichwortartiger Abriss der Geschichte der Kirchengemeinde, verbunden mit dem Bekenntnis zur christlichen Mission, also zur Ausbreitung des Evangeliums unter allen Völkern.

Auch im Kirchenraum erinnern die Seitentüren an die Kreuzigung Christi. Ein lateinisches Kreuz (+) steht für Christus, zwei Andreaskreuze (x) für die beiden Leidensgenossen Jesu. Die in Holz gearbeitete Taufe weist auf den Zugang zum Heiligen Abendmahl über die Taufe hin.

Das Altarbild zeigt den Auferstandenen mit der vor ihm knienden Maria aus Magdala, die in ihrem Umfeld als Sünderin galt.

Die Kirche hat wahrscheinlich das größte freitragende Holzkirchenschiff Europas. Tragende Säulen sucht man vergeblich. Schon der Grundstein trägt den ursprünglichen Wahlspruch der Kirchengemeinde „Kein Kreuz, keine Krone 1878“. Die Kirche wurde von vornherein so groß geplant, weil man mit ihr auch ein geeignetes Gotteshaus für die Missionsfeste mit ihren zahlreichen Besuchern haben wollte. Zusammen mit der großen umlaufenden Holzempore finden hier etwa 1000 Besucher Platz. So wurde 1999 der Festakt zum 150jährigen Jubiläum der Hermannsburger Mission in unserer Kirche begangen.

Die ursprünglichen Maße waren:

Kirchenschiff 80 Fuß lang (ca. 24 m), 66 Fuß breit (ca. 20 m); Chorraum 33 Fuß breit (ca. 10 m), 23 Fuß tief (ca. 7 m). Höhe des Schiffes 52 Fuß (ca. 16 m).

Wegen der ungünstigen Bodenverhältnisse war bei der Errichtung des Turmes besondere Sorgfalt geboten. Zum Fundament wurden große Feldsteine verwendet. Das Mauerwerk im unteren Teil des Turmes ist 1,30 m stark, es verjüngt sich bis in die Glockenstube auf 80 cm. 1879 war der Turm fertig und bekam drei Glocken. Diese mussten 1918 abgegeben werden. Auch im Zweiten Weltkrieg verlor die Kirche wieder zwei Glocken, die nach dem Kriege neu angeschafft werden konnten. Das Geläut hat die Tonfolge des-f-as. Im Jahre 1928 bekam der Kirchturm sein Uhrwerk und die dazugehörigen Zifferblätter.

Im Jahre 1928 wurde der Turm renoviert und auf fünfzig Meter erhöht.

Eine besondere Zierde der Kirche sind die kürzlich restaurierten Fenster. Zwei Fenster zeigen die vier Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes. Die Symbole der Evangelisten finden sich auch auf dem roten Altarantependium.

Das beeindruckendste Fenster können jene Besucher sehen, denen der Zugang zur Sakristei ermöglicht wird. Der Blick fällt auf den Gekreuzigten mit den Kreuzesworten „Es ist vollbracht“. Im Altarraum fallen noch die Holzplastiken von Johannes dem Täufer und Mose auf. Bemerkenswert ist die filigrane Holzarbeit unter der Empore.

Die 1925 umgebaute und auf 41 Register erweiterte Pfeifenorgel musste 1972 einer elektronischen weichen. Das heutige Altarkreuz hat ein lutherischer Pastor und Missionar aus den USA gestiftet.

Im Zentrum des Gemeindelebens stehen nach wie vor die sonntäglichen Gottesdienste und die Gottesdienste in der Woche. Der Feier des Heiligen Abendmahles geht in der Regel ein Beichtgottesdienst voraus. Darüber hinaus gehören Kindergottesdienste, Familien- und Jugendgottesdienste, Kinderhort, verschiede Kindergruppen, Jugendkreise, Bibelstunden, Gemeindeseminare, Hauskreise, Frauenkreise, Kirchenchöre, Posaunenchor und Seniorenkreis zu den Lebensäußerungen unserer Kirchengemeinde. Mit den Einnahmen aus Kollekten und Spenden wird, neben vielfältigen Aufgaben in der Gemeinde, auch das Evangelisch-Lutherische Missionswerk in Niedersachsen (Hermannsburger Mission) unterstützt, dessen Geschichte mit der Geschichte unserer Gemeinde unlösbar verbunden ist.