Kirchen und Klöster in der Lüneburger Heide
St. Nicolai Holdenstedt

St. Nicolai Holdenstedt

 

Gottesdienste und Veranstaltungen:

Gottesdienst sonntags 9.30 Uhr; am vierten Sonntag im Monat 11.00 Uhr.
Nach Epiphanias, bis Gründonnerstag: Gottesdienste im Pfarrhaus
Im Sommer Gottesdienste im Grünen und Taufen im Fluss.

Öffnungszeiten:

Pfingsten bis Erntedankfest sonntags nachmittags 15.00 bis 17.00 Uhr
Kirchenführungen nach Absprachen möglich.

Auskünfte:

Ev.-luth. Pfarramt
Schloßstraße 8
OT Holdenstedt
29525 Uelzen
E-Mail: hermann.charbonnier@evlka.de

Tel.: 0581-6537

Hinweis:

Nördlich der Kirche liegt das Pfarrhaus, und nördlich davon die Nikolaus-Kapelle. In einem Nebengebäude, das als Holzstall und Schweinestall 1910 aus den Resten des alten Pfarrhauses von 1669 erbaut wurde, ist eine Kapelle für 30 Personen eingerichtet. Zu erkennen ist sie an einem Fliesenmosaik von Bischof Nikolaus, dem Namenspatron der Kirchengemeinde. Sie steht immer offen für private Andachten oder für Gottesdienste im kleinen Rahmen.


Beschreibung von St. Nicolai

Die St. Nicolai-Kirche ist eine der ältesten in der Region.

Die früheste urkundliche Erwähnung findet sich in einer Urkunde des Hochstifts Hildesheim von 1266. Das Patronat lag bereits im frühen Mittelalter auf der Kirche und ging 1572 auf den jeweiligen Erbherren von der Wense über.

Der Dreißigjährige Krieg schonte die Kirche nicht, so dass 1652 - 1654 Reparaturarbeiten vorgenommen werden mussten, wobei das eichene Tonnengewölbe eingezogen wurde. 1690 ließen Georg Friedrich von der Wense und seine Frau Catharina Ehrengard von Alvensleben das Kirchenschiff an den erhaltenen gotischen Chor barock verbreitert neu anbauen. Dabei entstand der wuchtige Westbau des Turmes in den romanischen Formen der Heimatkirche der Erbauerin, die aus Hundisburg bei Erxleben stammte.

Mit dem seit 1700 erbauten spätbarocken Schloss in dem im 19. Jahrhunderts angelegten weitläufigen Park bildet diese Gemeindekirche, die bis 1847 Eigentum der Familie von der Wense war, ein eindrucksvolles historisches Ensemble.

Ausstattung:

Altar von 1652. Portraits der Kirchenerneuerer sowie des Schlosserbauers Christian Ludwig von der Wense. Antependium mit unterlegter Brokatstickerei auf roter Seide von 1639 mit Szenen aus der Leidensgeschichte Jesu sowie Christus inmitten der 12 Apostel. Bronzene Tauffünte auf Atlanten (nach 1300) mit Christusdarstellungen und Evangelistensymbolen, daran die Taufschleifen des jeweiligen Jahrganges; Gotisches Vortragekreuz, Fliesenmosaik "Johannes tauft Jesus" (eine Konfirmandenarbeit).