Kirchen und Klöster in der Lüneburger Heide
Kloster Ebstorf

Kloster Ebstorf

Gottesdienste und Veranstaltungen:

Gottesdienst sonntags um 9.30 Uhr

Konzerte auf dem Nonnenchor und in der Propsteihalle

Sommerliche Abendmusiken in der Kirche

Ausstellungen

Auferstehungsweg und Schöpfungsweg: Wege mit Bildern des Malers Werner Steinbrecher.

Öffnungszeiten:

Zugang zur Kirche im Rahmen von Kloster-Führungen:

Führungen vom 1. April - 15. Oktober

dienstags - samstags: 10.00 - 11.00 Uhr fortlaufend

14.00 - 17.00 Uhr fortlaufend

sonntags und feiertags um 11.15 Uhr
14.00 - 17.00 Uhr fortlaufend

montags und Karfreitag geschlossen.

16. - 31. Oktober jeweils nur eine Führung um 14:00 Uhr.
Die rechtzeitige Anmeldung von Gruppen wird erbeten.

Auskünfte:

Kloster Ebstorf
Kirchplatz 10
29574 Ebstorf
 
Tel.: 05822-2304
Fax: 05822/2319

Beschreibung des Klosters Ebstorf

Das Kloster Ebstorf ist 1197 urkundlich belegt. Gegründet wurde es vermutlich von Prämonstratensermönchen. Stifter war Volrad von Bodwede, Graf von Dannenberg und Neffe Heinrichs des Löwen, der durch Klostergründungen seinen Einfluss zu festigen suchte. Nach einem Brand kamen Benediktinerinnen aus dem Kloster Walsrode nach Ebstorf. Ebstorf entwickelte sich zu einem Marienwallfahrtsort.

Klostergebäude und Kreuzgang sind in norddeutscher Backsteingotik vollständig erhalten (14. Jh.), ebenso die große Hallenkirche mit Nonnenempore. Das Refektorium ist in Restaurierung. Die Propstei stammt aus dem Ende des 15. Jahrhunderts. Zu dieser Zeit veränderte sich das Leben der Nonnen durch die Bursfelder Kloster-Reform, die ein sittenstrengeres Leben forderte. Unter dem Celler Welfenherzog Ernst dem Bekenner wurde das Kloster 1529 umgewandelt in ein evangelisches Damenstift. Bis heute leben hier evangelische Frauen unter der Leitung einer evangelischen Äbtissin.

Ausstattung:

Berühmt wurde das Kloster durch seine Weltkarte (13. Jh.): Auf 13 qm Pergament stellt sie die im Mittelalter bekannten Länder mit Jerusalem als Mitte der Welt dar, umfasst und getragen von der Gestalt Jesu Christi. Das Kloster besitzt eine originalgetreue Kopie, das Original ist 1943 durch Kriegseinwirkung verbrannt.

Sehenswert: mittelalterliche Glasfenster im Nonnenchor (Ende 14. Jh.) sowie im Kreuzgang (15 Fenster Speculum humanae salvationes, um 1400). Dreiarmiger Messingstandleuchter (15. Jh.). Madonnen (13. - 15. Jh.). Standfigur St. Mauritius (13. Jh.). Taufe (1310). Renaissancekanzel (1615) sowie mittelalterliche Truhen und Schränke.