Kirchen und Klöster in der Lüneburger Heide
Ehemalige Klosterkirche St. Johannes der Täufer Uelzen-Oldenstadt

Ehemalige Klosterkirche St. Johannes der Täufer Uelzen-Oldenstadt

Gottesdienste und Veranstaltungen:

Gottesdienst sonntags um 10.00 Uhr

Öffnungszeiten:

Der Schlüssel ist im Pfarramt erhältlich. Nach Anmeldung sind auch Führungen möglich.

Auskünfte:

Ev.-luth. Pfarramt und Kirchenbüro
Klosterstraße 10
29525 Uelzen-Oldenstadt
 
Tel.: 0581-42230

Hinweis:

In einem nördlich der Kirche gelegenen Fachwerkgebäude sind im gewölbten Untergeschoß Reste des ehemaligen Klosters mit Refektorium und Abtskapelle erhalten.

Beschreibung der Klosterkirche St. Johannis der Täufer

Die Kirche des ehemaligen Klosters, ältestes Bauwerk im Kreis Uelzen, liegt in einem sehr schönen Ensemble von alten Fachwerkhäusern (ehemaliges herzogliches Amtshaus und andere).

Die Kirche, heute ein Torso, ist die einzige Feldsteinbasilika in Deutschland und hat eine wechselvolle Geschichte. Sie wurde als dritter Kirchbau an dieser Stelle im 12. Jahrhundert als Gotteshaus des Benediktinerklosters gebaut: kreuzförmige Basilika mit einfachem Stützenwechsel.

Im 17./18. Jarhundert wurde der Chorraum umgebaut und die Seitenschiffe abgerissen. Die Grundmauern der Seitenschiffe und der ehemaligen Rundtürme im Westen wurden im Pflaster sichtbar gemacht!

Wie bei Klosterkirchen üblich, war ehemals das Langschiff als Laienkirche durch einen Lettner von Chorraum und Vierung abgetrennt. Von diesem gotischen Backsteinlettner sind heute noch Reste in der Vermauerung zu sehen, die die Kirche in zwei Teile teilt: Nur der vordere dient heute noch als Kirche. Aus dem ehemaligen Langhaus ist nach einer Restaurierung ein dem Landkreis gehörender Veranstaltungsraum entstanden. In der Franzosenzeit wurde die Kirche als dreigeschossiges Proviantmagazin genutzt, wovon heute noch die Lüftungsluken im Dach des Ostteils zeugen.

Ausstattung:

Von der mittelalterlichen Ausstattung blieb nichts erhalten. Der jetzige klassizistische Kirchenraum ist innen sehr schlicht, aber gerade dadurch und durch die großen Vierungsbögen beeindruckend. Taufengel von Thorwaldsen (1901). Kanzelaltar von 1840. Orgel von 1910 (mit späteren Erneuerungen).

Siehe auch wikipedia