Kirchen und Klöster in der Lüneburger Heide
Heidekirchen - 8. - 13. Jahrhundert
Am Ende der Völkerwanderungszeit lassen sich in der genannten Gegend zwei heidnische Volksstämme nachweisen, und zwar die nach Süden abziehenden Langobarden und spätestens seit dem 8. Jh. die die Elbe überquerenden und vorwiegend die Jeetzel aufwärts siedelnden Slawen, die sog. Drawänopolaben. Aus dem Uelzener Raum gibt es aus der Zeit der dort herrschenden Billunger erste Urkunden, z. B. um 1000 den Hinweis auf die Gründung des Benediktinerklosters Ulleshusen.

Kirche in Eimke Die Geschichte der Bevenser Kirche läßt sich sogar noch weiter bis in die Zeiten Karls des Großen zurückverfolgen. Der überwiegende Teil der heutigen Ostheide gehört bis ins 12. Jh. hinein zum Bistum Verden an der Aller. Nach der Fehde mit dem Schweriner Grafen wird Uelzen 1263 welfisch, ebenso das Wendland, dieses z. T. schon im 12. Jh. Heinrich der Löwe (1129 - 1195), mächtigster Stammesfürst jener Zeit, schafft die straffe Organisation seines über die Elbe greifenden Lehnsstaates, die notwendigerweise auch zur Eingliederung des Wendlandes führt. Er treibt die Christianisierung voran, gründet neue Bistümer und setzt Grafen ein, so 1144 diejenigen in Lüchow oder 1153 in Dannenberg.

Das auf die Grafen von Warpke/Lüchow zurückzuführende Kloster Diesdorf (Altmark) wird 1161 durch Bischof Hermann von Verden geweiht und als Ausgangspunkt für die Missionierung der Wenden bestimmt. Seitdem entstehen die Feldsteinkirchen, u. a. die älteste Kirche des Wendlands, die heute als Ruine in Spithal bei Bergen (Dumme) zu besichtigen ist. Viele der sog. Feld- und Feldsteinkirchen werden in den folgenden Jhn. außerhalb der Ortschaften, außerhalb der für das Wendland charakteristischen Rundlingsdörfer gebaut. Hieraus ist u. a. ersichtlich, das die im wesentlichen zehntfreien Orte sich nur zögernd dem Christentum öffneten.

Weiter (14. - 16. Jahrhundert)