Kirchen und Klöster in der Lüneburger Heide
Heidekirchen - 19. - 20. Jahrhundert
Kirche in SchnegaIm 19. Jh. sind in der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers und somit auch in der Ostheide viele kirchliche Bauten und Kunstwerke mit historisierenden bzw. romantisierenden Tendenzen entstanden, also im Stil der Neuromanik, Neugotik und Gründerzeit. Einen wesentlichen Anteil an Konzeptionierung und Ausführung hatten die königlichen Konsistorialbaumeister des Königs von Hannover und England, so etwa F. A. L. Hellner oder C. W. Hase. Während das 19. Jh. sehr baufreudig war, weist das 20. Jh. kaum nennenswerte Sakralarchitektur auf, abgesehen vom Jugendstil der Kirche zu Kapern (1905) oder Schnega (1912, Bild rechts). Ansonsten hat unser Jh. an und in den Kirchengebäuden hauptsächlich Renovierungen und Modernisierungen hervorgebracht.

Nach der deutschen Vereinigung 1990 sind übrigens die Kirchengemeinden im Bereich des ehemaligen Amtes Neuhaus nördlich der Elbe in die Hannoversche Landeskirche überführt worden; sie gehören nun zum Kirchenkreis Bleckede.

Die heutige Kirchenlandschaft im nordöstlichen Niedersachsen ist geprägt durch vielfältige Aktivitäten der Gemeinden, durch geistliche und kulturelle Angebote für Einheimische und Fremde. Zu den Perlen der Ostheide sind auch die vielen historischen Glocken und einzigartigen Orgeln, mittelalterlichen Altäre, Bilder, Schreine und Figuren und vieles mehr zu zählen. Die Besucherinnen und Besucher der Klöster und Kirchen können durch gottesdienstliche Veranstaltungen und geistliche Abendmusiken in Verbindung mit der verkündigenden Kraft der Sakralarchitektur und Innenausstattung Erbauung und Gottesbegegnung erfahren.

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