Kirchen und Klöster in der Lüneburger Heide
St. Urbani Munster

St. Urbani Munster

Gottesdienste und Veranstaltungen:

Gottesdienst sonntags um 10.00 Uhr

Öffnungszeiten:

Von Mai bis September montags bis samstags von 9.00 - 18.00 Uhr, sonntags von 10.00 - 18.00 Uhr geöffnet.

Auskünfte:

Ev.-luth. Kirchenbüro St. Urbani
Kirchgarten 12
29633 Munster

Tel.: 05192-2321


Beschreibung von St. Urbani

Der Name wird auf Papst Urban I. zurückgeführt, der unter Kaiser Alexander Severus (222 - 235) als Märtyrer starb. Von ihm soll die Verordnung stammen, dass Abendmahlskelche stets aus Silber oder Gold zu sein haben.

Wahrscheinlich ist der heutige Bau schon der dritte an dieser Stelle. In den ältesten Teilen stammt er aus dem 15. Jahrhundert; der Turm ist älter (13. Jahrhundert?)

1519 wurde die damals noch einschiffige Kirche in der Hildesheimer Stiftsfehde schwer in Mitleidenschaft gezogen, der Ort Munster völlig zerstört. Auch der Glockenturm wurde beschädigt, deshalb baute man einen hölzernen Turm neben die Kirche (Läuteglocke von 1639, 1900 umgegossen; Schlagglocke von 1508).

1881 erfolgte eine große Renovierung nach Entwürfen des Konsistorialbau

meisters C. W. Hase (Erweiterung um ein Querschiff). Außen an der Kirche gibt es 19 Holzplastiken und Reliefs des Munsteraner Künstlers Wladimir Rudolf aus den Jahren 1995 - 2003.

Das Innere der Kirche zeigt sich heute als gotischer Raum, den niedrige Spitzbögen mit Querrippen auf vierkantigen Pfeilern überspannen.

Ausstattung:

Mittelpunkt des harmonischen Raumes ist der geschnitzte Flügelaltar aus dem 15. Jahrhundert. Er ist ein Passionsaltar: das Hauptbild zeigt die Grablegung Christi, links davon die Kreuztragung und rechts die Höllenfahrt. Über dem Altaraufsatz befindet sich eine Kreuzigungsgruppe.

Das bronzene Taufbecken stammt aus dem Jahre 1432. Es ist eines der schönsten in der hiesigen Gegend. Vier Stützfiguren tragen das Becken, auf dem in Reliefs die Kreuzigung, Maria mit dem Christuskind und Johannes der Täufer dargestellt sind.

Hinter dem Altar befindet sich ein Grabstein von 1385, der im 18. Jahrhundert wieder verwendet wurde.

Das Leben der St. Urban -Gemeinde ist stark von der Hermannsburger Erweckungsbewegung geprägt.