Kirchen und Klöster in der Lüneburger Heide
St. Peter und Paul Betzendorf

Signet

St. Peter und Paul Betzendorf

Gottesdienste und Veranstaltungen:

Gottesdienst sonntags um 10.00 Uhr, jeden 2. Sonntag im Monat Abendgottesdienst um 18.00 Uhr

Öffnungszeiten:

Von Ostern bis Erntedankfest täglich mindestens von 10.00 - 17.00 Uhr, sonst ist der Schlüssel im Pfarrhaus erhältlich.

Kirchenführungen nach Absprache.

Auskünfte:

Ev.-luth. Pfarramt
Hinter der Kirche 1
21386 Betzendorf

Tel.: 04138-217

E-Mail: buero@kirche-betzendorf.de
www.kirche-betzendorf.de


Beschreibung von St. Peter und Paul

Zwischen alten Eichen und auf einer kleinen Anhöhe liegt malerisch die zum Teil uralte Kirche. Namensgeber sind die Apostel Petrus und Paulus.

Möglicherweise wurde der alte Wehrturm bald nach dem Friedensschluss Karls des Großen mit den slawischen Wenden 812 errichtet. Jedenfalls war er nicht für religiöse Zwecke bestimmt.

Vielleicht ist der Turm auch erst im Zusammenhang mit dem Bau der ersten Steinkirche nach 1341 als Fluchtturm gestaltet und mit Schießscharten versehen worden, nachdem das Kloster Lüne das Patronat über die Kirche erhalten hatte.

Die Kirchengemeinde wurde wahrscheinlich um 1255 vom Kloster Ebstorf aus gegründet. In die Zeit um 1350 fällt der Anbau eines Kirchenschiffes an den Turm, das in seiner Ausdehnung, - abgesehen vom Chorraum - mit der heutigen Kirche übereinstimmt. Turm und Schiff bestehen aus Granitfelsen. In der Gotik, ca. 1450 - 1460, wurde erneuert und erweitert: Strebepfeiler, Gewölbe, Chorraum. Die letzten Renovierungsarbeiten wurden 1984 ausgeführt.

Ausstattung:

Taufkessel aus Bronze (1368) mit 4 Trägerfiguren und Reliefs: Maria und Kind, St. Mauritius mit Schild und Speer, Petrus mit Schlüssel, Kreuzigung; geschnitzter Altarschrein, gotisch 1450 - 1460, aus Eichenholz mit Darstellung der Jünger, Marias, Christi; Stundenglas (1662) für die zeitliche Predigtbegrenzung; 4 Messingleuchter (je 2 um 1550 und 1650); Kruzifixus (14. Jh.); Kanzel (1879 - 1881); Orgel von Furtwängler & Söhne (1881, 1960 grundlegend renoviert); 2 Glocken (1921 und 1956).

Das Mittelschiff der Kirche wird durch den modernen Bronze-Stahlleuchter von Siegfried Steege (Schwarmstedt) von 1991 beherrscht. Der Leuchterkranz enthält Elemente der Sintflut, die die Schöpfung bedroht. Die dramatisch nach unten stürzende Friedenstaube mit dem Ölzweig erinnert stark an Gottes Geist, der die Menschen mit Kraft und Macht ergreift. Ein Kunstwerk, welches den Betrachter zwiespältig in seinen Bann zieht!