Kirchen und Klöster in der Lüneburger Heide
St. Michaelis Lüneburg

Signet

St. Michaelis Lüneburg

Gottesdienste und Veranstaltungen:

Gottesdienst sonntags um 10.00 Uhr

Kirchenmusiken

Öffnungszeiten:

Vom 1. April bis 30. September täglich von 10.00 - 17.00 Uhr

Vom 1. Oktober bis 31. März wochentags von 10.00 - 16.00 Uhr

Auskünfte:

 

Küsterei,
Tel.: 04131-37549

Ev.-luth. Pfarramt
Auf dem Michaeliskloster 2b
21335 Lüneburg

 

Tel.: 04131-31400
www.sankt-michaelis.de


Beschreibung von St. Michaelis

Der Name geht auf den Erzengel Michael zurück.

Die älteste Urkunde, die von der Kirche und dem Kloster St. Michaelis in Lüneburg zeugt, stellt zugleich den ältesten Beleg für die Existenz der Stadt dar: Otto I. (der Große) gesteht im Jahre 956 dem Michaeliskloster die Zolleinnahmen aus den Verkäufen der Saline zu. Das Salzvorkommen bildete schon damals den Reichtum der Stadt. Das Michaeliskloster stand in der Burg der Billunger auf dem Kalkberg, der einzigen größeren Erhebung weit und breit. Das "weiße Gold" sorgte aber auch für ein steigendes Selbstbewusstsein der Stadtherren im Konflikt mit dem Landesherrn. Die Konkurrenz eskalierte bis zum Jahr 1371: Die Städter stürmten die Burg und zerstörten sie. Das Kloster St. Michaelis Lüneburg wurde auf dem Kalkberg aufgelöst und in unmittelbarer Nähe, allerdings nun innerhalb der Stadtmauern neu aufgebaut.

Die Grundsteinlegung für die heutige Kirche geschah im Jahr 1376. 1379 war die Unterkirche fertig, die Hauptkirche mit der ursprünglich nicht geplanten "Abtskapelle" wurde 1412 vollendet. An dem Turm wurde bis 1434 gebaut.

Die Lateinschule, die von Anfang an der Michaeliskirche angegliedert war, stand in ihrem akademischen Anspruch auf hohem Niveau. Schließlich konnte der berühmteste Schüler, Johann Sebastian Bach, der von 1700 bis 1702 hier lernte und musizierte, später bei seiner Bewerbung um das Thomaskantorat in Leipzig das Entscheidungsgremium davon überzeugen, ausnahmsweise diese Schulausbildung mit einem sonst üblichen und erwarteten Universitätsstudium gleichzusetzen.

Ausstattung:

Im Inneren ist die Sandsteinkanzel von 1602 im Renaissancestil erwähnenswert, auch die Wappentafeln der Äbte. Unter dem Chorraum der Kirche befindet sich eine Unterkirche, die den ältesten Teil des Gebäudes darstellt.