Kirchen und Klöster in der Lüneburger Heide
16. - 19. Jahrhundert
Die durch Johannes Bugenhagen, einen Freund Luthers, besorgte Übersetzung der Bibel ins Niederdeutsche findet in den lutherischen Landen mehr und mehr Verbreitung. Reformatorisches Gedankengut ist mit dem Volk verbunden und bleibt es vielerorts bis in die heutige Zeit.

Nach dem Dreißigjährigen Krieg erholen sich die Gemeinden erst allmählich wieder so daß in der Zeit des Barocks (ca. 1660 - 1770) einerseits manche alte Kirche mit äußerlichem Prunk und Glanz versehen wird, jedoch größtenteils nicht so üppig und filigran wie in Süddeutschland, und andererseits neue Feldsteinkirchen entstehen. Barocke Stilelemente finden sich mehr in den Inneneinrichtungen (Emporen, Altären, Kanzeln, Orgel etc.) als am Gebäude selbst.

Ludwig Harms Geistes- und theologiegeschichtlich folgt auf Aufklärung und Klassizismus eine neue Jesus-Frömmigkeit. 1849 gründet Pastor Ludwig Harms (1808 - 1865) die Hermannsburger Mission, die damals hauptsächlich von Heidebauern getragen wird. Seine Erweckung geschieht durch ein Bibelwort aus dem Johannesevangelium (17,3): Das aber ist das ewige Leben, daß sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.

Die Missionsarbeit dehnt sich allmählich aus auf die Länder Afrikas, Asiens und Südamerikas. Viele Gemeinden der Lüneburger Heide sind durch die Erweckungsbewegung erreicht worden, so daß auch heute noch Missionsfeste auf den Höfen mancher Dörfer gefeiert werden.

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